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Blick auf die Badener Altstadt: Die Stadt Baden liegt eingebettet zwischen der Limmatklus und dem Juraausläufer. Die Hochbrücke und die Bruggerstrasse bilden eine Zäsur um den Ortskern. Sie laufen im Schulhausplatz am Eingang der Altstadt zusammen. (Foto Gaëtan Bally/Schweizer Heimatschutz)
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Der umfassend neu gestaltete Schulhausplatz ist ein starkes Stück Stadtreparatur. Eine grosszügige unterirdische Passage verbindet seit 2018 die Vorstadt wieder mit der Innenstadt, während weiterhin täglich 50'000 Fahrten auf der Kreuzung gezählt werden. (Foto Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz)
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Einst führte kein Weg durch Baden an der Weiten Gasse vorbei. Wo sich früher Autos, Busse und Menschen um den beschränkten Platz stritten, wird heute flaniert, in Cafés gesessen und eingekauft. Dank der Neugestaltung des Schulhausplatzes konnte seit kurzem auch der regionale Busverkehr aus der Einkaufsstrasse genommen werden. (Foto Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz)
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«Blinddarm» wurde die unwirtliche Unterführung beim Bahnhof Baden genannt. Aus einer tristen Betonwüste und einem wenig attraktiven Transitraum ist ein lebendiger Platz geworden, der als Drehscheibe zwischen Bahnhofsquartier und Altstadt funktioniert. (Foto Gaëtan Bally/Schweizer Heimatschutz)
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Wo einst Autos parkierten, flanieren heute Menschen über den Theaterplatz und geniessen die Aussicht über die Limmat. Dieser neue Freiraum am Rand der Innenstadt wurde durch den Bau eines Parkhauses im Untergrund ermöglicht, auf dessen Dach sich der Platz heute erstreckt. (Foto Gaëtan Bally/Schweizer Heimatschutz)
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Der Kurpark, der sich zwischen Bahnhof und Bäderquartier aufspannt, entstand zur Blütezeit des Kurbetriebes am Ende des 19. Jahrhunderts. Heute ist er ein gepflegter grosszügiger Erholungsraum mit beachtlichem Baumbestand für die gesamte Bevölkerung. (Foto Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz)
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Der «Alte Stadtfriedhof» stand bei seiner Erstellung 1821 weit abseits des Stadtkerns. Heute liegt er inmitten der wachsenden Wohn- und Arbeitsgebiete. Mit feinfühligen Interventionen erhielt die geschützte Gartenanlage 2013 eine neue Bestimmung als ruhiger Erholungsort und Quartierspielplatz. (Foto Christian Beutler/Schweizer Heimatschutz)
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Der 2003 eröffnete Trafoplatz ist Treffpunkt und offener Veranstaltungsraum auf dem Areal der einstigen BBC. Im Zuge der weiteren Entwicklungen im Gebiet wird der Trafoplatz in den kommenden Jahren um den benachbarten Brown-Boveri-Platz ergänzt. (Foto Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz)
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Wakkerpreis

Wakkerpreis 2020 an die Stadt Baden

Der Schweizer Heimatschutz zeichnet die Stadt Baden AG mit dem Wakkerpreis 2020 aus. Die verkehrsgeplagte Zentrumsstadt hat mit klugen Investitionen in öffentliche Freiräume Lebensqualität zurückgewonnen.

Die Altstadt von Baden ist seit jeher ein Verkehrsknotenpunkt. Was einst ein Standortvorteil war, drehte der steigende Autoverkehr ins Gegenteil um: Mit täglich 50'000 Fahrten ist der Schulhausplatz am Rande der Altstadt heute eine der dichtest befahrenen Kreuzungen in der Schweiz. 

Die Stadt Baden kann die nationale und kantonale Verkehrsplanung nur sehr beschränkt beeinflussen. Sie hat ob der Verkehrsbelastung jedoch nicht resigniert, sondern ein eigenes, starkes Bewusstsein für den Wert ihrer öffentlichen Freiräume entwickelt. Über viele Jahre hinweg hat Baden seither konstant und beharrlich in die Aufwertung der Plätze und Strassenräume investiert.  

Der innere Stadtkern ist heute vom Auto befreit, Strassen und Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität machen das Zentrum lebenswert, historische Garten- und Parkanlagen werden sorgsam gepflegt und in den Entwicklungsgebieten entstehen neue öffentliche Freiräume.

Baden gibt die autogerechte Stadt den Menschen zurück
Die Altstadt zwischen Schlossbergplatz und Schulhausplatz hat sich zum lebendigen Arbeits-, Einkaufs- und Wohnort gewandelt. Die sicht- und erlebbaren Qualitäten sind das Resultat einer vorausschauenden Politik, einer kontinuierlichen Planung und dem Willen der Stimmberechtigen, Geld zu sprechen für eine attraktive Innenstadt. 

Historische Parkanlagen als Teil der Identität und Stadtgeschichte
Das Engagement der Stadt Baden für die öffentlichen Freiräume zeigt sich ebenso im respektvollen Umgang mit ihren historischen Gärten und Parks. Die kontinuierliche Pflege nach gartendenkmalpflegerischen Vorgaben sorgt für deren langfristigen Unterhalt und sichert ein wichtiges Stück Stadtgeschichte.

Öffentliche Freiräume in Entwicklungsgebieten sichern
Mit dem 2003 eröffneten Trafoplatz und dem geplanten Brown-Boveri-Platz macht die Stadt deutlich, dass eine qualitätsvolle Verdichtung nur gelingen kann, wenn die Bevölkerung im Gegenzug hochwertige Freiräume erhält. Das Bekenntnis der Stadt, in Entwicklungsarealen auch dort zu investieren, wo nicht in erster Linie zusätzliche gewinnbringende Nutzflächen zu erwarten sind, ist vorbildlich für Siedlungsentwicklungen in der ganzen Schweiz.  

Rückfragen:
Barbara Angehrn, Projektleiterin Wakkerpreis, Schweizer Heimatschutz,
barbara.angehrn(at)heimatschutz.ch, 044 254 57 08
Markus Schneider, Stadtammann Baden, Tel. 076 345 91 32

Pressetext sowie Fotografien in Druckqualität hier. Weitere Aufnahmen bei Keystone (kostenpflichtig): visual.keystone-sda.ch 

Der Auszeichnungsanlass findet voraussichtlich am 19. September 2020 statt.

Zur Website der Stadt Baden mit weiteren Informationen: www.baden.ch/wakkerpreis 

 

 


Über den Wakkerpreis

Der Schweizer Heimatschutz (SHS) vergibt jährlich einer politischen Gemeinde oder in Ausnahmefällen Organisationen oder Vereinigungen den Wakkerpreis. Das Preisgeld hat mit CHF 20'000 eher symbolischen Charakter; der Wert der Auszeichnung liegt vielmehr in der öffentlichen Anerkennung vorbildlicher Leistung.

Erstmals ermöglicht wurde der Wakkerpreis 1972 durch ein Vermächtnis des Genfer Geschäftsmannes Henri-Louis Wakker an den Schweizer Heimatschutz. Seither sind weitere Legate eingegangen, dank denen der SHS den Preis bis heute vergeben kann.

Der Wakkerpreis zeichnet Gemeinden aus, die bezüglich Ortsbild- und Siedlungsentwicklung besondere Leistungen vorzeigen können. Hierzu gehören insbesondere das Fördern gestalterischer Qualität bei Neubauten, ein respektvoller Umgang mit der historischen Bausubstanz sowie eine vorbildliche Ortsplanung, die Rücksicht auf die Anliegen der Umwelt nimmt. 

Über den jeweiligen Preisträger entscheidet die Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten des Schweizer Heimatschutzes auf Antrag des Vorstands.

Die Kommission Wakkerpreis empfiehlt den jeweiligen Preisträger zuhanden des Vorstands. Mitglieder der Fachkommission für den Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes: 

  • Daniela Saxer, dipl. Architektin ETH/SIA (Vorsitz), Zürich
  • Pierre Feddersen, dipl. Architekt ETH/SIA, Zürich
  • Dr. Brigitte Moser, Kunsthistorikerin, Zug
  • Christian Bischoff, dipl. Architekt ETH, Genf
  • Stefan Koepfli, Landschaftsarchitekt BSLA, Luzern
  • Christof Tscharland-Brunner, Raumplaner, dipl. Ing. SIA SWB MAS, Solothurn