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Clavadeira: Das Wintertheater in der Scheune des Monsieur Carisch. (Foto: James Batten/Schweizer Heimatschutz)
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Das ehemalige Anwesen der Familie Carisch: Die umsichtig umgebaute Scheune und die neu bespielte Villa bilden mit dem aufgefrischten Vorplatz ein charaktervolles Ensemble. (Foto: Beutler/Keystone)
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Die monumentale Burg von Riom: ein Wahrzeichen das majestätisch auf einem vorspringenden Geländesporn vor der Siedlung thront. (Foto: Beutler/Keystone)
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Das Sommertheater in der Burg von Riom: Innenansicht der 2006 eingebauten Zuschauertribüne mit dem schweren Dach aus den 1970er Jahren. (Foto: Beutler/Keystone)
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Der grosse, von der Barockkirche geprägte Dorfplatz bildet das Scharnier zwischen dem alten und dem nach dem Brand von 1864 wiederaufgebauten Riom. Rechts im Bild das ehemalige Schul- und Gemeindehaus. (Foto: James Batten/Schweizer Heimatschutz)
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Der Dorfkern von Riom schmiegt sich in die umliegenden Hangterrassen ein. (Foto: James Batten/Schweizer Heimatschutz)
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Westansicht des Wintertheaters, ehemalige Scheune der Familie Carisch: Die sorgfältigen Eingriffe deuten nur subtil auf die Umnutzung hin.(Foto: Beutler/Keystone)
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Wakkerpreis

Wakkerpreis 2018 an die Stiftung «Nova Fundaziun Origen» in Riom (GR)

Der Schweizer Heimatschutz zeichnet im Kulturerbejahr 2018 die Nova Fundaziun Origen in Riom GR mit dem Wakkerpreis 2018 aus. Die Stiftung und ihr Kulturfestival Origen geben dem gebauten Erbe und damit einem ganzen Dorf neue Perspektiven. Die Grundlage dafür liefert das lokale Kulturerbe, das dank Origen weit über die Region hinausstrahlt.

Der Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes wird seit 1972 jährlich an eine Gemeinde verliehen. Als besondere Ausnahme im Kulturerbejahr 2018 erhält kein Gemeinwesen, sondern erstmals eine Organisation der Zivilgesellschaft die begehrte Auszeichnung.

Die 2006 gegründete Stiftung Nova Fundaziun Origen und ihr Kulturfestival Origen haben ihren Mittelpunkt in Riom, einem Bergdorf im Bündnerischen Surses. Wie viele Ortschaften in den Randregionen der Schweiz sieht sich auch Riom mit dem Strukturwandel, der Abwanderung und damit vermehrt leerstehenden Gebäuden konfrontiert. Die Frage der Weiternutzung des Baubestandes ist nicht nur in Riom zur bestimmenden Herausforderung der Ortsentwicklung geworden.

Aus dem eigenen Kulturerbe eine Zukunft entwickeln
Die wertvollen leerstehenden Gebäude im Dorf hat die Stiftung als Chance für die Zukunft erkannt. Anstatt einen neuen Kulturtempel für ihr erfolgreiches Festival zu planen, hat die Stiftung entschieden, das vorhandene Bauerbe als Alleinstellungsmerkmal zu pflegen und respektvoll neu zu bespielen.

Origen nutzt das gebaute Erbe in Riom als Resonanzboden, Handlungs- und Produktionsort der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem reichen Bestand an Liedern und Geschichten der Region. Die Stiftung versteht das Bergdorf dabei nicht als blosse Kulisse für ihr Festival, sondern strebt eine gezielte Aktivierung der vorhandenen Ressourcen vor Ort an.

Neue Perspektiven für den Tourismus im Berggebiet
Ausgehend vom eigenen kulturellen Erbe ist es Origen gelungen, eine Ausstrahlung weit über das eigene Tal hinaus zu entwickeln. Was in Riom produziert wird, findet seinen Widerhall im ganzen Kanton, in der Schweiz und weit über die Landesgrenzen hinaus. Modellhaft macht das Engagement der Stiftung deutlich, welche wirtschaftlichen Potenziale jenseits des Massentourismus im Berggebiet auf ihre Aktivierung warten.

Das Bauerbe neu belebt
Von Anbeginn suchte Origen Wege, um das vorhandene bauliche Erbe ebenso pragmatisch wie verantwortungsvoll für seine Zwecke nutzbar zu machen. Die symbolträchtige, aber seit Jahrzehnten leerstehende Burg Riom wurde zum wetterunabhängigen Spielort. Um einen ganzjährigen Betrieb zu ermöglichen, belebte die Stiftung das lange still ruhende Anwesen der Konditor-Familie Carisch neu: Die Scheune wurde zum Aufführungsraum, die Villa Carisch zum Foyer und Ort des Austausches. Das stillgelegte Schulhaus dient als Probelokal und Produktionsbüro. Weitere von langer Hand geplante Schritte werden folgen.

> Hier finden Sie für weiterführende Informationen das Faltblatt zum diesjährigen Wakkerpreis als PDF.

> Eine handliche und reich bebilderte Publikation zum diesjährigen Wakkerpreis mit Beiträgen auf Deutsch, Französisch und Rätoromanisch (52 Seiten) bietet weiteres Hintergrundwissen. 

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Die offizielle Preisverleihung findet am 18. August 2018 im Rahmen einer öffentlichen Feier statt.

> Einladungskarte (PDF)

> Programm Wakker-Tage in Riom (PDF)

Die Matinée und die Wakkerpreisverleihung sind öffentlich (keine Anmeldung notwendig). Die Veranstaltungen Café Sibiria und Grand Riom Palace können über das Online Ticketing-System von Origen reserviert werden. 

Die Parkplätze im Dorf sind beschränkt. Parkieren Sie daher bitte unmittelbar beim Dorfeingang von Riom auf dem Parkplatz gegenüber der Abzweigung zur Burg. Alternativ nutzen Sie den Shuttle ab Savognin Bergbahnen. Dieser bringt Sie zu allen Aufführungen nach Riom.

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Rückfragen:
Adrian Schmid, Geschäftsführer Schweizer Heimatschutz, Tel. 076 342 39 51
Giovanni Netzer, Intendant Origen Festival Cultural, Tel. 079 449 89 09 oder 081 637 16 81
Sabrina Németh, Projektleiterin Wakkerpreis Schweizer Heimatschutz, Tel. 044 254 57 05, sabrina.nemeth(at)heimatschutz.ch

Fotos in Druckqualität hier. Weitere Aufnahmen zum Wakkerpreis 2018 werden von Keystone unter www.keystone.ch bereitgestellt.

 

 

 

Über den Wakkerpreis

Der Schweizer Heimatschutz (SHS) vergibt jährlich einer politischen Gemeinde den Wakkerpreis. Das Preisgeld hat mit CHF 20'000.- eher symbolischen Charakter, der Wert der Auszeichnung liegt in der öffentlichen Anerkennung vorbildlicher Leistung.

Erstmals ermöglicht wurde der Wakkerpreis 1972 durch ein Vermächtnis des Genfer Geschäftsmannes Henri-Louis Wakker an den Schweizer Heimatschutz. Weitere seither eingegangene Legate erlauben es dem SHS, den Preis bis heute vergeben zu können.

Der Wakkerpreis zeichnet Gemeinden aus, welche bezüglich Ortsbild- und Siedlungsentwicklung besondere Leistungen vorzeigen können. Die Auszeichnung von Stein am Rhein, Guarda, Ernen etc. in den 1970er Jahren erfolgte vor dem Hintergrund, dass die Erhaltung historischer Zentren nicht selbstverständlich war. Im heutigen Fokus stehen Gemeinden, die ihren Siedlungsraum unter zeitgenössischen Gesichtspunkten sorgfältig weiterentwickeln. Hierzu gehören insbesondere das Fördern gestalterischer Qualität bei Neubauten, ein respektvoller Umgang mit der historischen Bausubstanz sowie eine vorbildliche, aktuelle Ortsplanung.

Wakkerpreisverleihung

Büchlein und Faltblatt "Wakkerpreis 2018: Nova Fundaziun Origen Riom (GR)"

 

> Jetzt bestellen

 

Einladung zum Wakkerpreis 2018 (PDF)

 

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Kriterien

Kriterien für die Auszeichnung mit dem Wakkerpreis.

 

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Übersicht

Die Wakkerpreise seit 1972.

 

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